Wanderroute 2: Osterby-Kochendorf
Auf den Spuren der Eiszeit und Geschichte
GPS
54.474708502977, 9.7749674320221
Distance 07,54 km | Climb 40 m | Descent -50 m | Avg time 02:00
Routenbeschreibung
Natur genießen – Geschichte entdecken
Diese abwechslungsreiche Rundwanderung führt Sie durch die typische Knick- und Redderlandschaft der Hüttener Berge. Auf kurzen, gut begehbaren Wegen erwarten Sie weite Felder, idyllische Waldabschnitte und kleine Bäche – ideal für einen entspannten Spaziergang inmitten der Natur.
Startpunkt der Tour ist der Schinkenkrog im Ortszentrum von Osterby.
Unterwegs auf abwechslungsreichen Wegen
Vom Start aus folgen Sie einem Spurplattenweg, der durch die offene Feld- und Wiesenlandschaft führt. Schon nach kurzer Zeit tauchen Sie in ein ruhiges Waldstück ein und überqueren die Osterbek auf einer kleinen Brücke. Direkt am Bach lädt eine Schutzhütte zu einer ersten Rast ein.
Anschließend führt der Weg durch besonders schöne Knick- und Redderabschnitte, die das Landschaftsbild der Region prägen. Auf dem Weg nach Kochendorf passieren Sie ein Gebiet mit zahlreichen vorgeschichtlichen Hügelgräbern – stille Zeugen einer längst vergangenen Zeit.
Etwa auf halber Strecke erreichen Sie Kochendorf Siedlung. Hier bietet ein überdachter Rastplatz neben der Freiwilligen Feuerwehr Gelegenheit für eine gemütliche Pause.
Der Rückweg führt erneut durch die reizvolle Landschaft der Hüttener Berge. Genießen Sie noch einmal die Ruhe und Weite der Natur, bevor die ersten Häuser von Osterby den Abschluss der Wanderung ankündigen.
Sehenswertes
Hügel- und Steingräber
Die Hüttener Berge gehören zu den fundreichsten Regionen Schleswig-Holsteins, wenn es um vorgeschichtliche Grabanlagen geht. Viele der Hügel- und Steingräber stammen aus der Jungstein- und Bronzezeit und zeugen von einer Besiedlung vor mehreren tausend Jahren. Bei Osterby sind noch heute mehrere Grabhügel deutlich in der Landschaft zu erkennen und verleihen der Wanderung einen besonderen historischen Reiz.
Tunneltal der Osterbek
Das Tal der Osterbek entstand während der letzten Eiszeit und ist ein eindrucksvolles Beispiel für ein sogenanntes Tunneltal. Gewaltige Schmelzwassermassen flossen einst unter den Gletschern hindurch und formten dabei tiefe Rinnen, die das Landschaftsbild bis heute prägen. Die abwechslungsreiche Topografie der Hüttener Berge verdankt ihre Entstehung genau diesen eiszeitlichen Kräften.
Osterwall – Teil des Danewerks
Nur unweit der Route befindet sich der Osterwall, ein rund vier Kilometer langes Teilstück des berühmten Danewerks. Bereits lange vor der Wikingerzeit entstand dieses imposante Verteidigungssystem, das sich einst über rund 30 Kilometer zwischen Haithabu und Hollingstedt erstreckte. Gemeinsam mit dem Wikinger-Handelsplatz Haithabu wurde das Danewerk im Jahr 2018 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt und zählt heute zu den bedeutendsten historischen Bauwerken Nordeuropas.
