Radroute 01 – Fleckeby – Brekendorf – Ascheffel – Osterby

Aussichtsreicher Rundradweg

GPS

54.482339, 9.694033

GPS

54.482339, 9.694033

Distance 36 km  |  Climb 246 m  |  Descent -246 m  |  Avg time 02:30:00
Streckenart: Radrundtour

Wegbeschreibung

Die Radroute kann von drei Standorten aus gestartet werden.
In Fleckeby, Osterby oder Brekendorf können Sie Ihr Auto abstellen und die Tour beginnen.
Dies ist die längste Radroute, für die sie ein wenig Kondition mitbringen müssen.
Auf der abwechslungsreichen Tour passieren Sie neben den bereits genannten Orten auch die Dörfer Güby, Ascheffel, Hütten und Hummelfeld.
Von Fleckeby oder Güby aus können Sie einen kleinen Abstecher zum Gut Louisenlund machen, das malerisch an der Schlei liegt.
Die Route führt am Esprehmer Moor vorbei und durch den hügeligen Brekendorfer Wald, in dem Sie am idyllischen Rammsee eine kleine Rast einlegen können.
Besonders schön ist nach Verlassen des Waldes dann auch der Blick in das Schoothorster Tal.
In der Knicklandschaft nahe Ascheffel lohnt sich ein Abstecher auf den 98 m hohen Aschberg mit Aussichtsturm und Einkehrmöglichkeit.
In Hütten durchfahren Sie das schöne Tal der Großen Hüttener Au, gleich darauf können Sie einen Blick auf die sehenswerte Hüttener Kirche und das Gut Hütten werfen.
Rund um Osterby ist die Landschaft dann eher flach, so dass Sie sich ein wenig von den anstrengenden Streckenabschnitten erholen können.

Sehenswertes

Hardesvogtei Fleckeby
Die Hardesvogtei in Fleckeby wurde 1856 gebaut und war im alten Herzogtum Schleswig Sitz der lokalen Verwaltung und Justiz. Der oberste Verwaltungs- und Justizbeamte wurde Hardesvogt genannt. Noch bis 1973 war die Hardesvogtei Sitz der Amtsverwaltung Fleckeby. Heute befindet sich ein Heimat- und Kulturmuseum in dem Gebäude, das die Geschichte der Justiz und Verwaltung im Herzogtum Schleswig zeigt. Bitte beachten Sie, das Besichtigungen nur nach telefonischer Absprache möglich sind.

Rammsee
Der Rammsee im Herzen des Brekendorfer Waldes ist ein sogenannter Toteissee. Das Gebiet der Hüttener Berge war lange von Gletschern bedeckt. Als diese abschmolzen, wurden an vielen Stellen Eisblöcke z.T. erheblicher Größe zurück gelassen, die aufgrund der fehlenden Eisbewegung als Toteis bezeichnet werden. Oft wurden diese von Moränenmaterial bedeckt und damit für einige Zeit vor dem Abschmelzen geschützt. Nach dem Niedertauen entstanden dadurch typische meist rundliche Hohlformen (Toteislöcher), die sich nicht selten mit Wasser füllten (Toteissee).

Wildgehege Waldhütte Brekendorf

Das direkt an die Gaststätte angrenzende Wildgehege ist rund 4 ha groß und beherbergt ca. 55 Rehe und Hirsche.
Für Kinder ist der hautnahe Kontakt zu den Tieren ein Erlebnis der besonderen Art, da diese so zahm sind, dass sie aus der Hand fressen.

Friedenspfahl

Dieser Pfahl ist einer von über 200.000 weltweit, die als Mittel zur Verbreitung des Friedensgebetes “May Peace prevail on Earth” (Möge Frieden auf Erden sein) dienen.

Waldlehrpfad Silberbergen

Auf dem 2,6 km langen Waldlehrpfad erhalten Sie vielfältige Informationen rund um den Wald, seine Pflanzen und Tiere.

Aschberg

Der Aschberg befindet sich 98 m über NN und ist einer der höchsten „Berge“ des Naturparks.
Er entstand während der letzten Eiszeit, als aus Skandinavien vordringende Gletscher das abgetragene Gesteinsmaterial zu hohen Hügelketten, den sog. Endmoränen, auftürmten. Auf dem Aschberg werden Sie mit einem einmaligen Blick über die Knick- und Seenlandschaft des Naturparks belohnt. Bei guter Sicht reicht der Blick bis zum Wittensee, zur Schlei und zur Ostsee. Achten Sie auf die schachbrettartige Anordnung der Felder.

Bismarck-Denkmal

Auf dem Aschberg steht eine ca. 7 m hohe Statue des ehemaligen deutschen Reichskanzlers Otto von Bismarck (1815-1898).
Das Denkmal lockt jährlich viele Besucher an, da nur noch zwei Bismarck-Denkmäler in dieser Größe existieren. Das andere steht in Hamburg. Die Statue wurde von dem schleswig-holsteinischen Bildhauer Adolf Brütt gefertigt und stand ursprünglich auf dem Knivsberg bei Apenrade in Nordschleswig als Bestandteil eines 45 m hohen Bismarckturms. Seit 1930 befindet sich die Statue auf dem Aschberg.

Damendorf Moor

Bekannt wurde das Damendorfer Moor durch den Fund einer Moorleiche.
Der „Mann von Damendorf“ ist eine kaiserzeitliche Moorleiche, die im Jahr 1900 beim Torfstechen im Seemoor bei Damendorf gefunden wurde. Die Kleidung, sowie die Hauthülle des Mannes sind hervorragend erhalten und befinden sich in der Dauerausstellung des Archäologischen Landesmuseum Schloss Gottorf in Schleswig.

Knick- und Redderregion

Als Knick bezeichnet man in Schleswig-Holstein eine auf einem Wall (in der Regel mit Steinkern) wachsende Hecke, also eine Wallhecke.

Die meisten Knicks wurden im 18. Jahrhundert im Zuge der sog. Verkoppelung, der Aufteilung der bis dahin gemeinschaftlich bewirtschafteten Feldflur in bauerneigene Flurstücke (= Koppeln) angelegt, angeordnet vom dänischen König. Die Knicks dienten zur Abgrenzung der Felder, und sie hielten als „lebende Zäune“ Vieh und Wildtiere vom Ackerland fern. Der Name Knick kommt auch von dem damals üblichen Knicken und Verflechten der gepflanzten Gehölze zu einem dichten, für das Weidevieh undurchdringlichen Zaunersatz. Für viele Vogelarten und Säugetiere stellen sie wichtige Lebensräume dar. Ein Redder ist ein Weg, der beidseitig von einem Knick begrenzt wird.

Esprehmer Moor

Das Naturschutzgebiet Esprehmer Moor ist der Rest eines ehemals 400 Hektar großem Hochmoores. Dieses wurde Anfang der 1960 er Jahre im Rahmen eines Flurbereinigungsverfahrens fast vollständig kultiviert. Lediglich eine 37,6 Hektar große Restfläche (das heutige Esprehmer Moor) wurde ausgespart und 1965 unter Naturschutz gestellt. Wie in vielen anderen Hochmooren haben Torfabbau und Entwässerung auch hier seit dem 18. Jahrhundert zu einer Beeinträchtigung und einem erheblichen Rückgang hochmoortypischer Pflanzen und Tiere geführt. In den 1980er Jahren sind im Zentrum der Moorfläche umfangreiche Pflege- und Renaturierungsmaßnahmen durchgeführt worden. Dadurch ist die Oberfläche heute weitgehend baumfrei und es wachsen hier wieder charakteristische Torfmoosbulte, die Keimzellen einer Entwicklung zum lebenden Hochmoor sind.

Brekendorfer Wald

Der Brekendorfer Wald ist ein größeres zusammenhängendes Waldgebiet in den Hüttener Bergen.
Die Buckel und Kuppen der Landschaft geben einen kleinen Eindruck davon wieder, mit welchen Kräften das Gletschereis während der letzten Eiszeit gearbeitet hat. Bis Anfang des 20. Jahrhunderts war das Gebiet noch unbewaldet und wurde landwirtschaftlich genutzt, wovon die im Wald noch vielerorts vorhandenen Steinwälle zur Abgrenzung der ehemaligen Felder zeugen. Die Aufforstung begann erst ab 1904.

Fortadorf Damendorf

Damendorf wurde 1518 erstmals urkundlich erwähnt. Der Ortsname leitet sich von einem Familiennamen ab, Dorf des Damo. Fortadörfer gehören zu den sog. Angerdörfern.
Bei dieser Dorfform sind die Höfe des Dorfes planmäßig um einen zentralen Platz, den Anger, angelegt, der sich im Gemeinbesitz der Dorfbewohner befand. Zum Schutz vor Gefahren wurde das Vieh des Dorfes über Nacht auf dem Dorfplatz untergebracht. Der Anger ist meist rundlich oder oval, kann aber auch eine rechteckige Form aufweisen. Dann spricht man von einem Fortadorf. Damendorf stellt insofern eine Besonderheit dar, als dass die Forta hier nicht rechteckig, sondern dreieckig gestaltet ist. Dementsprechend besaß das Dorf auch nur drei anstelle von vier Ausgängen. Um Damendorf gab es große Wäldern, in denen viele Wölfe hausten. Vielleicht war es deshalb von Vorteil, abends nur drei Ausgänge verriegeln zu müssen. Der Grundriss der Forta ist auf der Karte und in der Realität noch sehr gut nachzuvollziehen. Der Platz ist allerdings inzwischen überbaut worden. Um und auf der ehemaligen Forta stehen viele gut erhaltene, teilweise reetgedeckte, hübsche Bauernhäuser. Auch die ehemalige Meierei des Dorfes, ein roter Backsteinbau, ist hier zu finden.

Der westliche Teil der Forta wurde von den Dorfbewohnern als „Philosophengang“ bezeichnet, denn dort wohnten die Gebildeteren, die bereits des Lesens und Schreibens mächtig waren. Diese Fähigkeiten besaßen auf dem Land noch bis in das 19. Jahrhundert hinein nur sehr wenige Menschen.

Aussichtspunkt auf dem Aschberg

Erleben Sie den wunderschönen Blick auf die ursprüngliche Kulturlandschaft der Hüttener Berge mit ihrem Mosaik an von Knicks gesäumten Feldern und Wiesen.
Die für die Region typische Knicklandschaft ist in der Gemeinde Ascheffel seit der Verkoppelung im 18. Jahrhundert in großen Teilen erhalten gelieben, da hier die Knicks nicht der Flurbereinigung zum Opfer fielen.

Aussichts- und Kletterturm

Der Ausblick vom Ausssichts-und Kletterturm auf dem Aschberg ist ein ganz besonderes Erlebnis. Die Aussichtsplattform ist für Wanderer, Ausflügler und Ostseeurlauber gleichermaßen geöffnet und bietet Ihnen ein traumhaftes 360°-Panorama über die Knicklandschaft des Naturparks Hüttener Berge bis hin zur Schlei und zur Ostsee.
Beim Besteigen des etwa 20 m hohen Aussichtsturms erfahren Sie viel über die Geschichte des Aschbergs. Die Plattform kann auch von Menschen mit Gehbehinderung genutzt werden, denn es gibt auch einen Fahrstuhl, der Sie die sieben Etagen des Turms hinauffährt. Sportlich ambitionierte Gäste können den Turm von außen erklimmen. Bei Interesse wenden Sie sich bitte an das Personal im Panoramahotel. (https://www.panorama-aschberg.de)

Tourist-Infopunkt Aschberg

Hier finden sie Informationen aus den Regionen Hüttener Berge, Eckernförder Bucht, der Region Ostseefjord Schlei, Rendsburg und Nord-Ostsee-Kanal.

Naturdenkmal Heidberg

Der Heidberg ist ein knapp unter 100 m hoher Moränenhügel aus der letzten Eiszeit. Auf seinem „Gipfel“ steht ein 3 m hoher und ca. 7,5 t schwerer Findling, ein Granit.
Der als besondere Einzelschöpfung der Natur unter Schutz stehende Heidberg ist am Südhang mit Wachholder bewachsen. Bei schönem Wetter hat man von oben eine schöne Aussicht über den Brekendorfer Wald und die umliegende Endmoränenlandschaft der Hüttener Berge. Auch der Europäische Fernwanderweg führt hier entlang. Wanderer können sich sogar in ein Gipfelbuch eintragen und das in Norddeutschland!

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